Welche Immobilien-Neuigkeiten gibt es im Juni 2022?

Rekordhöhe: Die Inflation steigt, die Reallöhne sinken und die Kaufkraft schwindet. In Deutschland beträgt die Inflation im Mai nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamts 7,9 %. Im Euroraum liegt sie sogar auf dem Rekordwert von 8,1 %, meldet tagesschau.de. Wer sich jetzt mit einem Immobilienkauf beschäftigt, blickt zudem auf stark gestiegene Bauzinsen und die Straffung der Geldpolitik durch die EZB. Einige Notenbanker im Euroraum erhoffen sich mittlerweile sogar eine Anhebung des Leitzinses um 0,5 % statt 0,25 % im Juli oder im September, schreibt das Handelsblatt.

Was also tun? Abwarten, dass Zinsen oder Preise fallen? Letztere wackeln in China und den USA. Doch das ist nicht übertragbar. In China ist einer der größten Immobilienkonzerne stark unter Druck und in den USA übersteigt das Angebot die Nachfrage, wie die NZZ unlängst belegte. Bei uns ist die Nachfrage weit größer als das Angebot. Die Zinsen für zehnjährige Immobiliendarlehen liegen aktuell bei rund 2,8 %, wie unsere Zinscharts zeigen. Nach einer kurzfristigen Seitwärtsbewegung könnten sie zum Jahresende zwischen 3 % und 3,5 % liegen, so unsere Prognose. Das betrifft Käuferinnen und Käufer, aber auch wer einen laufenden Kredit hat, sollte sich damit beschäftigen, ob und wie sich die höheren Konditionen auf den Anschlusskredit auswirken. Und jetzt sind Sie gefragt: Wie schätzen Sie die weitere Zinsentwicklung im Laufe des Jahres ein? Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

Themen der Woche
Baukindergeld: Der Bundestag hat den Etat des Bauministeriums verabschiedet. Größter Einzelposten bei den Zuschüssen ist das Baukindergeld, das mit nunmehr 994,6 Millionen Euro um gut 100 Millionen Euro aufgestockt wurde. Laut KfW ist die Nachfrage groß, pro Kind gibt es 12.000 Euro Zuschuss. Anträge sind möglich, solange die Mittel reichen. Berechtigt ist, wer bis 31. März 2021 einen Kaufvertrag unterzeichnet oder eine Baugenehmigung erhalten hat und ein gewisses Einkommen nicht überschreitet. Die Aufstockung ist wichtig, aber hoffentlich bleibt es nicht nur bei diesem Tropfen auf den heißen Stein.

Nummer sicher: Unwetter können massive Schäden anrichten, bei der nur eine Elementarschadenversicherung greift. Nur 46 % der Gebäude sind versichert, schreibt Zeit Online. Die Justizministerinnen und -minister von Bund und Ländern beraten aktuell über eine entsprechende Pflichtversicherung. Sie sei zumutbar, weil nur 0,4 % der Gebäude in die höchste Gefahrenklasse 4 fallen würden, in der die Jahresprämie bis zu 800 Euro beträgt. Fakt ist, die Unwetter nehmen zu. Auch wer außerhalb eines Hochwassergebiets lebt, kann von Überschwemmungen betroffen sein.

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